Sandoz erweitert Produktion: Ab sofort Ampicillin “Made in A”


von

Astrid Janovsky

Kundl-Werksleiterin Dr. Stephanie Jedner mit dem neuen Wirkstoff.Sandoz/Vandory

Österreich stärkt seine Unabhängigkeit am Arzneimittelmarkt. Neben Amoxicillin und PenV wird zukünftig in Kundl auch der Wirkstoff Ampicillin produziert. Sandoz beliefert von Tirol aus mehr als 100 Länder mit Antibiotika.

Sandoz, der weltweit führende Anbieter von Generika und Biosimilars, erweitert Antibiotika-Portfolio „Made in Austria“ und investiert rund 12 Millionen Euro in den Ausbau einer bestehenden Produktionsanlage zur Einführung des neuen Wirkstoffs Ampicillin am Standort Kundl. Mit dieser strategischen Investition festigt Sandoz seine Position als führender Hersteller von Antibiotika in Europa.

Moderner enzymatischer Produktionsprozess

Ein Schlüsselelement bei der Herstellung des neuen Antibiotikawirkstoffs ist ein hochmoderner enzymatischer Produktionsprozess, der bereits seit der Eröffnung der neuen Wirkstoffproduktionsanlage im Herbst 2023 in Kundl zum Einsatz kommt. Durch nachhaltige, umweltschonende Produktionstechnologien ermöglicht dieser Prozess eine deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs und CO2-Ausstoßes, verbessert den ökologischen Fußabdruck und ist ein wichtiger Schritt für die Versorgungssicherheit von Antibiotika in Europa.

Die Investition in einen für Kundl neuen Antibiotikawirkstoff stärkt unseren Standort sowie unsere Position als führender Antibiotikahersteller in Europa – entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Wirkstoff bis zur fertigen Tablette. Durch den Einsatz nachhaltiger Technologien verbessern wir unsere Umweltbilanz und sichern gleichzeitig eine zuverlässige Versorgung mit lebensrettenden Antibiotika“, sagt Dr. Stephanie Jedner, Werksleiterin Sandoz Kundl.

Gesamter europäischer Bedarf

Der neu eingeführte Antibiotikawirkstoff zeichnet sich durch seine hohe Wirksamkeit als Erstlinienbehandlung bei bakteriellen Infektionen aus und minimiert gleichzeitig das Risiko der Entwicklung antimikrobieller Resistenzen (AMR). Mit der Einführung von Ampicillin wird die jährliche Produktionsmenge am Standort Kundl um 200 Tonnen auf insgesamt 4.400 Tonnen gesteigert. Kundl, als letztes großes Zentrum der Antibiotikaproduktion in Europa, verfügt über eine Produktionskapazität von mehr als 240 Millionen Arzneimittel-packungen pro Jahr – ausreichend, um den gesamten europäischen Bedarf an Antibiotika zu decken.



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