Der neue PHARMIG-Präsident Bernd Wittmann wünscht sich mehr Unterstützung seitens der Politik und will sich für die Stärkung der Branche und die Aufrechterhaltung der Medikamentenversorgung einsetzen. Er wechselt aus dem Vorstand an die Spitze des Verbandes.
Seit 1. April ist Dr. Bernhard Wittmann, Geschäftsführer der Sigmapharm Arzneimittel GmbH, Präsident der PHARMIG, des Verbandes der pharmazeutischen Industrie Österreichs. Er folgt damit auf Mag. Ingo Raimon, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat. Wittmann ist bereits seit 2018 Vorstandsmitglied der PHARMIG und hat seit 2019 auch das Amt als Vizepräsident inne. Er steht nun in seiner neuen Funktion dem Verband bis zur Generalversammlung am 16. Mai vor, bei der turnusmäßig ein neuer Vorstand sowie ein neues Präsidium gewählt werden.
“Branche leidet unter Preisdruck”
Wittmann setzt sich stark dafür ein, dass ein breiter Zugang zu Medikamenten in Österreich gewährleistet bleibt. „Wir sehen seit Jahren einen zunehmenden Druck, der auf die Unternehmen, allen voran die in Österreich produzierenden pharmazeutischen Unternehmen, ausgeübt wird. Neben den Energie-, Lohn- und Materialkosten, die alle Unternehmen mehr denn je belasten, leidet die Pharmabranche speziell auch unter dem permanenten Preisdruck. Diese toxische Mischung schadet nicht nur der Wirtschaft und dem Standort Österreich, sie schadet am Ende auch den Patientinnen und Patienten: Wenn wichtige Medikamente zur breiten Versorgung, oder innovative Therapien aus der Forschung, nur mehr eingeschränkt, oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr in Österreich verfügbar sind, steigen die Kosten im Gesundheitssystem erst recht an. Daher sehen wir es als dringend geboten, dass die Politik die Bedeutung der pharmazeutischen Industrie als eine der Schlüsselbranchen anerkennt und hier entsprechende Unterstützung bietet. Gerade in schwierigen Zeiten wie jetzt bieten pharmazeutische Unternehmen sowohl eine Wachstumschance für den Standort als auch Lösungen für die Gesundheitsversorgung“, so der neue PHARMIG-Präsident.
Positive Signale aus der Politik
Dies unterstreicht auch PHARMIG-Generalsekretär Mag. Alexander Herzog: „Es ist erfreulich, dass es seit einigen Wochen Signale auf vielen Ebenen der Politik in Richtung Stärkung der Wirtschaft und der Wettbewerbsfähigkeit gibt. Doch was zählt, sind letztlich auch entsprechende Taten und nicht nur Bekenntnisse. Wir sind daher mit unseren Partnerinnen und Partnern im Gesundheitswesen und in der Politik stets im engen Austausch, damit aus der Idee einer Life-Science-Strategie auch handfeste Maßnahmen werden.“ Herzog freut sich dabei auf die bewährt gute Zusammenarbeit mit Wittmann und auf dessen Unterstützung nun auch in seiner neuen Rolle als Verbandspräsident.
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