Einbruchserie in Wiener Apotheken


Astrid Janovsky

Kaputte Türen, verunsicherte Mitarbeiter – der Schaden, den die offensichtlich jungen Einbrecher anrichten, ist enorm.AdobeStock_1282110116/Vadym

In mehreren Apotheken in Wien waren heute Nacht Einbrüche beziehungsweise Einbruchversuche durchgeführt worden. Der Sachschaden ist groß, der emotionale Schaden aber noch viel größer.

Großer Schreck in der Hermes-Apotheke in Wien 23: Gegen 2:30 war eine Bande anscheinend sehr junger Täter in die Apotheke eingedrungen. “Sie haben einen Flügel der Schiebetüre offenbar mit einem speziellen Werkzeug eingeschlagen, sind zu den Kassen und, nachdem dort kein Geld war, nach kürzester Zeit wieder ohne Beute abgezogen”, erzählt der Inhaber Mag. Hofbauer. Der Schaden wäre doch erheblich, aber begrenze sich zum Glück „nur“ auf die zerstörte Eingangstüre. “Die Verunsicherung im Team, vor allem bei den Kolleginnen, die Bereitschaftsdienste machen, ist aber eine nicht zu beziffernde Schädigung.”

Eine ähnliche Situation hatte sich heute Nacht vermutlich kurz vorher in der Apotheke Liesing Riverside nur wenige Kilometer entfernt zugetragen. Bei der in ein Einkaufscenter integrierten Apotheke war der straßenseitige Zugang eingeschlagen worden. Allerdings handelte es sich hier um eine doppelte Glastüre und die zweite Scheibe hatte den potentiellen Eindringlingen Widerstand geleistet. Verunsicherung im Personal herrscht auch hier. “Wir haben am Samstag wieder Notdienst und hoffen, dass bis dahin alles repariert ist”, so die Apothekerin.

Wie es scheint, hat die Bande Apotheken im Visier. Bereits vor zwei Tagen hatte ein weiterer Einbruch stattgefunden und auch heute Nacht war noch eine dritte Apotheke zum Ziel der mutmaßlich Jugendlichen geworden.



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