SPÖ fordert Medikamente “Made in Europe”


Astrid Janovsky

SPÖ-Sidl setzt sich auf EU-Ebene für eine bessere Arzneimittelversorgung ein.Parlamentsdirektion/Johannes Zinner

Die Sozialdemokraten wollen eine bessere Arzneimittelversorgung für Europa. Das bedeutet für sie nicht nur bessere Lieferketten, sondern auch mehr pharmazeutische Produktion innerhalb der EU.

Die EU-Kommission wird heute (11.3.) in Straßburg einen Vorschlag zur Verbesserung der Arzneimittelversorgung in Europa, eine zentrale Forderung der sozialdemokratischen Fraktion für diese Legislaturperiode, vorstellen. Für SPÖ-EU-Abgeordneten Günther Sidl ist das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: „Wir haben nicht nur in der Pandemie gesehen, dass Europa von einer echten Versorgungssicherheit weit entfernt ist. Auch die fehlenden Kinderantibiotika und andere Arzneimittelengpässe haben dringenden Handlungsbedarf gezeigt”, so Sidl, der im neu gegründeten Ausschuss für öffentliche Gesundheit tätig ist und sich hier für eine starke Rolle der EU in der Gesundheitsversorgung einsetzt: „Hier hat die EU eine echte Chance zu zeigen, dass sie eine Garantin für die Versorgungssicherheit der Menschen in Europa ist. Zu einer echten Gesundheitsversorgung gehört auch der lückenlose Zugang zu leistbaren Arzneimitteln – und genau das muss die EU garantieren!”

Der Vorschlag der Kommission soll neben nachhaltigen Beschaffungspraktiken und einer besseren Absicherung der Lieferketten auch eine verstärkte pharmazeutische Produktion innerhalb der EU vorantreiben. „Mehr Medikamente ,Made in Europe’, ist der richtige Weg. Wir müssen endlich anfangen, unsere Abhängigkeiten von anderen Ländern in kritischen Bereichen zu reduzieren – insbesondere, wenn es um lebenswichtige Medikamente geht. Trump führt uns gerade täglich vor Augen, wie fragil unsere Lieferketten sein können”, so Sidl, der eine gezielte Förderung der Produktionskapazitäten einfordert: „Wir brauchen eine Re-Industrialisierung ohne rauchende Schlote. Wir müssen in der EU in der Lage sein, lebenswichtige Produkte, aber auch Produkte, die für die wirtschaftliche Weiterentwicklung in Europa zentral sind, selbst herzustellen. Das geht nur, wenn wir wieder selbst forschen und produzieren und uns nicht länger auf Lieferungen und das Know-how anderer verlassen.” 

APA



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